ICH FRAGE

Ich lebe. Lebe ich w i r k l i c h ?

Als ganzer Mensch? Oder nur in Rollen?

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Vieles habe ich in mir absterben lassen,

vieles nie zum Leben erweckt.

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Warum bleibe ich hinter mir zurück?

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Ich möchte aus meiner Haut nicht heraus:

Was geschieht mit mir, wenn ich m i c h

ä n d e r e ? Und: was geschieht mit mir,

wenn ich jede Veränderung v e r w e i g e r e ?

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Ich bin glücklich?. Wann bin ich g l ü c k l i c h ?

Wenn mich Krankheit und Not verschonen?

Ist das schon Glück:

Die Abwesenheit von Unglück?

Glück muss eine tiefe Q u e l l e haben. -

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Wie soll ich mit dem Leid fertig werden,

das mir selbst zustößt?

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Was kann ich ausrichten gegen das Leid, das in

aller W e l t geschieht?

Ich will der Versuchung, zu verzweifeln,

M u t entgegen setzen.

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Woher nehme ich die Hoffnung,

nicht aufzugeben?

Hoffnung muss eine tiefe Q u e l l e n haben. -

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Ich lebe.

Ich kann es nicht begreifen, dass ich bin.

Dass ich fragen kann

und immer wieder Neues erfahre.

Wenn ich es recht bedenke,

werde ich ununterbrochen beschenkt.

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Ich frage.

Dort, wo ich die vorgefertigten A n t w o r t e n

nicht mehr gelten lasse,

wo ich V e r ä n d e r u n g e n ermögliche, wo ich

mich ö f f n e auf das Neue hin -

dort ahne ich Dich, Gott.

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