Demokratie Raum 25 07 18Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

liebe Schüler*innen, liebe Gäste,

vielen Dank, dass Sie und ihr alle heute zur Einweihung unseres Demokratieraums gekommen seid. Für uns Schülerinnen und Schüler war es ein Herzensprojekt – und heute möchten wir Ihnen zeigen, was dahintersteckt, was uns wichtig war und worauf wir in Zukunft noch gemeinsam hinarbeiten wollen.

Der Fokus des Raums liegt ganz klar auf interaktiver Vermittlung. Demokratie lebt nicht vom stummen Auswendiglernen, sondern vom Mitmachen, vom Diskutieren, vom Zuhören – und genau das soll dieser Raum möglich machen. 

Schon beim ersten Betreten fallen sicher die EU-Wand, die Parteiplakate und die politischen Werbeelemente ins Auge. Die Auswahl ist bewusst getroffen: Wir wollen direkten Zugang zu Politik schaffen – und zwar zu einer Politik, die uns betrifft.

Beispielsweise spielen die Sticker der Jugendparteien auf diesem Plakat eine Rolle. Sie sprechen in ihrer Sprache unsere Alltagsgruppe an – oft mit einem Augenzwinkern, manchmal provozierend, aber immer mit einer klaren Botschaft. Das macht Politik greifbar und lebendig.

Ein paar Dinge fehlen noch, zum Beispiel die Rednerpulte, die wir fest eingeplant haben. Sie sind ein zentrales Anliegen von uns. Sie werden in den nächsten Wochen folgen und den Raum noch besser nutzbar machen – insbesondere für Debatten, Simulationen oder Präsentationen.

Auch bei den Werbeplakaten fällt Ihnen sicher auf, dass das rechte Spektrum sehr leer ist. Manche Parteien haben bisher nicht geantwortet. Diese Lücke dürfen uns nachfolgende Schülerinnen und Schüler schließen. Demokratie braucht schließlich alle Stimmen, auch die, die sich nicht gleich zu Wort melden.

Was uns aber besonders wichtig ist, ist der Sinn hinter dem Ganzen: Politik verändert sich ständig: Neue Herausforderungen, neue Fragen, neue Stimmen, die nach neuen Wegen und Antworten suchen. Und genau deshalb müssen wir uns auch mitverändern – und mitdenken.

Der Demokratieraum soll ein Ort sein, an dem wir das gemeinsam lernen. Und dafür brauchen wir Sie, liebe Lehrerinnen und Lehrer und euch, liebe Schüler*innen. Wir bitten Sie und euch, diesen Raum nicht nur als fertiges Projekt zu betrachten, sondern als etwas, das weiterwachsen darf und soll.

Der Raum ist nicht nur für Politikstunden gedacht. Überall, wo Kommunikation, Diskussion und Meinungsbildung gefragt sind, kann er genutzt werden – ob in Ethik, Geschichte, Deutsch oder PuG.

Die Sitzordnung und später auch die Rednerpulte sollen Schülerinnen und Schülern jeder Altersgruppe helfen, früh ihre Sprache zu finden, ihre Meinung zu äußern und Respekt im Gespräch zu lernen. Denn: Demokratie fängt nicht im Bundestag an, sondern hier bei uns in den Klassenzimmern. Hier fangen wir an darüber nachzudenken und zu debattieren, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen: in der Schule, in der Stadt, in Bayern wie auch in Deutschland.

Das Lehrerpult steht ganz bewusst hinten zwischen den anderen Tischen. Keine Sorge, das ist kein stiller Protest – es ist einfach mal ein Perspektivwechsel . Es geht darum, dass die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen – so dass wir lernen, Verantwortung zu übernehmen, und dass Sie uns dafür den Raum geben.

Denn genau das ist das Ziel dieses Raumes:

Eine selbstbewusste, offene und engagierte junge Generation zu prägen, die nicht nur weiß, was Demokratie bedeutet, sondern sie auch lebt.

Und jetzt – genug der Worte. Sie dürfen sich gerne umschauen, sich einzelne Dinge von uns erklären lassen, gerne auf uns Schülerinnen zugehen – und natürlich das Buffet genießen.

Vielen Dank!

Nariman, Antonia, Mavie, Emma, Paula, Lisa, Josefina, Yael